Sonntag 16. Dezember 2018

Wann bist du eigentlich lieb, lieber Gott?

"Wann bist du eigentlich lieb, lieber Gott?", diese Frage, oder ganz ähnliche hat sich wohl schon fast jedeR von uns gefragt. Das Angebot der Kirche dazu ist: "Finden wir es gemeinsam heraus...". Fertige Antworten kann aber auch sie nicht liefern.

 

In den ausgestellten Gegenständen und Lebensgeschichten kam oftmals die Frage nach dem Sinn des Lebens, nach dem Sinn von Leiden auf. Viele Menschen schilderten ihre Leidens- und Lebenserfahrungen. Bei vielen davon stockte einem der Atem und man konnte kaum weitere ähnliche mehr lesen. Da stellte sich auch der/die Besucher/in die Frage: Wann bist du eigentlich lieb, lieber Gott?

 

Viele Menschen erfuhren aber gerade in diesen Krisensituationen ihres Lebens die Zusprache Gottes und fanden zum Glauben. Wenige schilderten ein vollkommenes Hadern mit dem Leben. Nicht mal eine Frau, die wie sie im Sterben lag, einen Brief an die AusstellungsbesucherInnen hinterlassen hatte.

 

Was jedoch viele Menschen in ihren Geschichten ausdrückten war ein "echtes Interesse an Philosophie und Theologie (...). Jedoch nicht in der Weise, dass Profis ihnen sagen, was zu denken ist. Sie wollen gleichberechtigt mitdenken." So drückte es die Wissenschaftsgruppe in ihren 13 Thesen aus.

Daran könnte folgende These angeschlossen werden: "Darüber hinaus wurde an verschiedenen Stellen der Wunsch nach Professionalisierung im Ehrenamt angesprochen, gerade auch im Bereich liturgischer Dienste. Bildung ist demnach ein wichtiges Moment in der Pastoral. Aber auch gilt es Formate zu entwickeln, die zu den Menschen passen."

 

Gerade deshalb findet sich auf der Rückseite auch der Hinweis: "Finden wir es gemeinsam heraus...". Es geht nicht darum, vorgefertigte Modelle anzubieten, sondern gemeinsam etwas rauszufinden.

 

Diese Karte ist vielleicht ein Anreiz dazu, sich gemeinsam auf den Weg zu machen...

 

- Vielleicht auch über religiöse Grenzen hinweg... denn der Stein im Bild stammt aus einer Geschichte, die eine Zeit beschreibt, in der es noch keine gelebte Ökumene gegeben hat. Er ist ein Symbol für den Stein im Herzen, den manche Menschen - auch heute noch - für Menschen anderer Religionen in sich tragen.

 

 

 

 

 

 

http://konzilsgespraeche.at/
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