Dienstag 17. Juli 2018
Kirche in Bewegung

1000 PilgerInnen waren beim Sternpilgern unterwegs nach St. Florian

Am Samstagmittag, 3. Mai 2014 füllte sich der St. Florianer Stiftshof nach und nach mit rund 1000 PilgerInnen, die zwischen einem und fünf Tagen aus allen Teilen Oberösterreichs unterwegs waren. Die Diözese Linz hatte zum Sternpilgern aufgerufen. Das Zweite Vatikanische Konzil hat vor gut 50 Jahren Bewegung in die Kirche gebracht. Am 3. Mai war die Kirche in Oberösterreich in Bewegung. So wurde im Rahmen des Projektes LebensZEICHEN beim Sternpilgern Halt gemacht an Kreuzungen des Alltags.


Halt bei Autobahnkreuzung und Schulgebäude
Bei der Autobahnkreuzung zwischen Enns und St. Florian wurden besonders der engagierten Ehrenamtlichen bei Einsatzorganisationen und die Notfallseelsorge in den Mittelpunkt gestellt, bei der Otto-Glöckel-Schule in Linz die Orte des Alltags in den Blick genommen.

Die PilgerInnen kamen aus allen Teilen Oberösterreichs. Sie waren zwischen einem und fünf Tagen von Bad Ischl oder von St. Thomas am Blasenstein oder von Schiedlberg unterwegs nach St. Florian. Die größten Gruppen brachen am 3. Mai von Enns St. Laurenz und Linz auf, unter anderem mit Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und zahlreichen kirchlichen Leitungspersonen.
In Enns wirkte der Hl. Florian als römischer Beamter und wurde er aufgrund seines Einsatzes für verfolgte ChristInnen ermordet. In St. Florian war seine erste Grabstätte. Seit 10 Jahren ist der Hl. Florian auch Landespatron von Oberösterreich.

Die PilgerInnen traffen am Samstag zwischen 13:00 Uhr und 15:30 Uhr im Stift ein. Nach der Ankunft im Stift St. Florian stärkten sie sich zunächst mit einer Pilgersuppe, mit Chorherrenbrot und Äpfeln. Anschließend gab es verschiedene Angebote, wie eine Stiftsführung, die Möglichkeit eine Probe der St. Florianer Sängerknaben anzuhören oder Filme zur Auseinandersetzung mit dem II. Vatikanischen Konzil und dem Hl. Florian anzusehen. Auch für Kinder war ein Spielprogramm vorbereitet.

Alle Pilgergruppen zogen dann um 15.45 Uhr in die Basilika St. Florian ein. Die Pilgerstäbe der verschiedenen Gruppen ergaben ein beeindruckendes Bild.
Mit dem Pilgergottesdienst mit Bischof Ludwig Schwarz um 16:00 Uhr in der Basilika St. Florian schloss das Sternpilgern der Diözese ab. Die Stiftskirche wurde vom Gesang und Gebet der 1000 PilgerInnen gefüllt.
Bischof Schwarz sagte in seiner Predigt: „Durch das Pilgern sind wir sensibler für andere Menschen geworden. Der hl. Florian und die MärtyrerInnen von Lorch sollen uns frischen Mut schenken, für das Christsein Farbe zu bekennen.“ „Zum Glück gibt es Menschen heute, die farbenfrohe ChristInnen sind“, betonte auch Pfarrassistent Dr. Harald Prinz von Enns St. Laurenz. In Enns haben Heilige und Selige wie Florian, Severin oder Franz Jägerstätter Entscheidungen aus ihrem Glauben heraus getroffen, die Gottesliebe mit Nächstenliebe verbunden hätten.

Online Teilnahme
Die Diözese Linz stellte auch bei diesem Großereignis wieder alle Mittel für eine vielfältige Online-Teilnahme über www.dioezese-linz.at/sternpilgern zur Verfügung.
Alle PilgerInnen wurden eingeladen, ihre Meinung nach frischer Wind in die Kirche über Twitter und SMS zu formulieren. Eine Beteiligung war mit Hilfe von Kärtchen vor Ort, SMS (0681 813 135 83), Twitter (#konzilsgespraeche) bzw. über die Website www.dioezese-linz.at/sternpilgern möglich.
Pilger-Impressionen konnten über www.dioezese-linz.at/sternpilgern und über Instagram -#lebenszeichen #sternpilgern geteilt werden. Alle Bilder waren im Stift St. Florian auf einem Großbildschirm zu sehen. Der Gottesdienst wurde via Livestream übertragen.

Ein LebensZEICHEN geben
Das Sternpilgern ist eine Initiative der Diözese Linz in Kooperation mit den St. Florianer Konzilsgesprächen. Die Erhebung des hl. Florian zum oberösterreichischen Landespatron vor zehn Jahren, war ein weiterer Grund für das Sternpilgern.
Das Konzilsjubiläum ist für die Katholische Kirche in Oberösterreich Anlass, sich im diözesanen Projekt „LebensZEICHEN“ mit den Fragen der Zeit und den Themen der Menschen auseinanderzusetzen (www.dioezese-linz.at/lebenszeichen). Die LebensZEICHEN der Menschen sollen gesammelt und reflektiert werden. Schließlich sollen daraus pastorale Handlungen abgeleitet werden, die die Menschen als sinnstiftend und lebensfördernd erfahren.

Weitere Informationen und Fotos unter:
http://lebenszeichen.dioezese-linz.at/site/projekte/sternpilgern

Fotos vom Sternpilgern der Diözese Linz
Fotonachweis: Diözese Linz

http://konzilsgespraeche.at/
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